zum vierten Mal in Folge

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zum vierten Mal in Folge

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Wieder einmal – mittlerweile zum vierten Mal in Folge – waren wir in den Pfingstferien mit der Minerva unterwegs. Nachdem wir in den vergangenen Jahren ausgedehnte Touren bis in die Provinzen Nord-  und Südholland unternommen hatten, wollten wir uns in diesem Jahr etwas mehr Ruhe gönnen

In-Harlingen.jpg Leeuwarden.jpg Schleusen-auf-der-Drentsche-Hoofdvaart-2-.jpg Schleusen-auf-der-Drentsche-Hoofdvaart.jpg In-der-Linthorst-Homan-Sluis.jpg Het-Klompje-in-Dokkum.jpg Auf-dem-Winschoterdiep.jpg Dokkum.jpg Durchfahrt-in-Groningen.jpg Abendstimmung-bei-Franeker.jpg

Wieder einmal – mittlerweile zum vierten Mal in Folge – waren wir in den Pfingstferien mit der Minerva unterwegs. Nachdem wir in den vergangenen Jahren ausgedehnte Touren bis in die Provinzen Nord-  und Südholland unternommen hatten, wollten wir uns in diesem Jahr etwas mehr Ruhe gönnen – wie sich zeigen sollte, war dies eine überaus kluge Entscheidung…

1.Tag: Während über dem Süden der Niederlande und Nordrhein-Westfalen schwere Gewitter toben, scheint in Friesland die Sonne, als wir am Pfingstmontagnachmittag die Minerva beladen und uns auf den Weg machen. Wir fahren den Prinses-Margriet-Kanal ein kurzes Stück nach Osten, um uns hinter Grou im Prinsenhof einen ruhigen Anlegeplatz zu suchen. Nach einigem Suchen werden wir auch fündig – ein idyllischer Liegeplatz ganz für uns alleine; beim ersten Anlegemanöver der Saison brauchen wir keine Zuschauer, auch wenn alles wie am Schnürchen klappt. Danach ist erst einmal eine kühle Dusche für alle fällig, und im weiteren Verlauf des Abends lernen wir, die wir in den vergangenen Jahren so gar nicht von der Sonne verwöhnt waren, ein uns bislang unbekanntes Problem kennen: unter Deck kann es ganz schön warm werden, so dass die vorsorglich bestellten extra warmen Bettdecken in dieser Nacht erst einmal nicht zum Einsatz kommen.

2. Tag: Nach einem gemütlichen Frühstück an Deck nutzen wir die Einsamkeit nochmals dazu, das An- und Ablegen zu trainieren, um nach einjähriger Unterbrechung wieder die notwendige Sicherheit bei diesem bisweilen kritischen Manöver zu erlangen. Doch plötzlich geht nichts mehr – zumindest nicht bei der Betätigung des Gashebels am oberen Fahrstand. Unten funktioniert alles weiterhin bestens, und so fahren wir den PM wieder zurück nach Terherne, zum Glück ist die Heimatbasis noch in Reichweite. Dort steht man nach telefonischer Anmeldung bereits mit einem neuen Gaszug und dem notwendigen Werkzeug in der Hand am Steg bereit, als wir anlegen. Wir nutzen die Reparaturpause dazu, nochmal kurz ins Auto zu springen und uns mit einer Grundausstattung an Lebensmitteln und Getränken zu versorgen. Anschließend legen wir ein weiteres Mal mit östlichem Kurs ab. In Grou wenden wir uns nach Norden und erreichen über die Wargastervaart den Van-Harinxma-Kanal, der uns südlich an Leeuwarden vorbei und dann weiter in westlicher Richtung bis kurz vor Franeker bringt. Unterwegs gibt es ein paar kräftige Regenschauer, doch beim Anlegen in der Franekervaart scheint wieder die Sonne. Es wird ein idyllischer Abend in völliger Einsamkeit, nur ab und zu unterbrochen von den auf der Strecke Leeuwarden – Harlingen verkehrenden Nahverkehrszügen.

3. Tag: Nach dem Ablegen ist es nur ein Katzensprung bis Franeker, wo wir festmachen und die schöne Innenstadt zu Fuß erkunden. Anschließend geht es weiter auf dem Van-Harinxma-Kanal nach Harlingen, wo wir in der ziemlich überfüllten Harlingertrekvaart anlegen und wieder zu Fuß losziehen. Wir bewundern die schönen alten Häuserzeilen, die schielenden Löwen im Noorderhaven, genießen die Aussicht auf das Wattenmeer und kaufen leckeren Fisch für das Abendessen ein. Danach geht es wieder zurück nach Leeuwarden, wo wir in der Westerstadsgracht einen schönen Liegeplatz finden. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Bummel durch die Innenstadt und bewundern den Oldehovetoren, der mindestens so schief zu stehen scheint wie sein Kollege im fernen Pisa.

4. Tag: Morgens spazieren wir nochmals in Ruhe und bei herrlichem Sonnenschein durch Leeuwarden, anschließend legen wir ab und fahren über die idyllische DokkumerEe bis Dokkum. Da die Brücken gerade Nachmittagspause haben, legen wir an und nutzen die Zeit zu einem Spaziergang durch dieses hübsche Städtchen. Auf der Weiterfahrt durch das DokkumerGrootdiep sind wir bei der Suche nach einem Liegeplatz recht wählerisch und werden schließlich erst im Dokkumerdiep fündig. Wir haben uns nämlich in Dokkum mit Grillzutaten und einem Einweggrill ausgerüstet, der jetzt zum Einsatz kommt. Zuerst behindert der stramme Nordwestwind unsere Bemühungen, aber dann facht er die Kohlebriketts an und sorgt für ein schmackhaftes Abendessen.

5. Tag: Über die DokkumerNieuweZijlen geht es hinaus auf´sLauwersmeer, das uns mit Sonnenschein und mäßiger Brise begrüßt. Auf der Weiterfahrt über das Reitdiep ziehen dann jedoch leider dichte Wolken auf und begleiten uns bis Groningen, wo wir im Zuiderhaven anlegen und die nahe Innenstadt zu Fuß erkunden. Für den Skipper ist es die erste Begegnung mit dieser Stadt, in der einige seiner Vorfahren im 19. Jahrhundert Ratsherren bzw. Bürgermeister waren. Heute Abend ist das Fußballfieber ausgebrochen, denn es findet das erste WM-Spiel mit niederländischer Beteiligung statt. Wir erleben den historischen 5:1Sieg gegen Spanien auf dem Boot. Bei jedem Tor und insbesondere nach dem Schlusspfiff werden Unmengen an Feuerwerk abgebrannt, und wir mischen uns zu später Stunde nochmals unter die begeisterten Fans, die voller Glückseligkeit heimwärts ziehen.

6. Tag: Morgens werden wir früh geweckt durch Tritte an Deck: wir liegen nämlich nichtsahnend an der Strecke, wo am Nachmittag eine große Ruderregatta aus Anlass des 400-jährigen Universitätsjubiläums stattfinden soll, weshalb jetzt großflächig Absperrungen aufgestellt werden. So beeilen wir uns, rasch noch ein paar Einkäufe zu erledigen und dann die Stadt in Richtung Südosten über das Winschoterdiep zu verlassen. Unterwegs kommen wir an einer Brückenbaustelle vorbei, wo uns niemand die genaue Durchfahrtshöhe sagen kann, weshalb wir vorsichtshalber die Cabriokappe nach hinten klappen und die restliche Strecke nach Winschoten bei schönem Wetter offen fahren. In Winschoten machen wir im Hafen fest, und während die Jugend an Bord bleibt und den Hafenmeister empfängt, der das Liegegeld kassieren kommt, machen die Eltern einen ausgedehnten Bummel durch die für ihre Rosen bekannte Stadt und insbesondere durch das schöne Rosarium, das auch durchaus Inspirationen für den heimischen Garten bietet. Das Abendessen an Deck wird dann mit Zutaten aus dem in Sichtweite liegenden „Gourmettempel mit dem großen gelben M“ ergänzt, was natürlich bei unseren Jungs große Begeisterung auslöst.

7. Tag: Da wir am heutigen Sonntag einerseits ausschlafen, andererseits aber zeitig loskommen wollen, wird unterwegs an Deck gefrühstückt. Über das Winschoterdiep geht es wieder zurück nach Groningen. Vor der Brückenbaustelle vom Vortag wirddie Cabriokappe wieder umgeklappt, aber wer beschreibt unser Erstaunen, als wir feststellen, dass die Brücke buchstäblich über Nacht abgebaut wurde! Immerhin können wir mittlerweile die Cabriohaube auch fahrenderweise wieder montieren! In Groningen legen wir vor der Berlagebrug an, denn am Sonntag ist eine Passage durch die Stadt nur an drei Terminen im Konvoi möglich. Für uns geht es jetzt aber erst einmal gar nicht mehr weiter, denn beim Anlegen fehlt plötzlich die Schraubenwirkung! Da wir im Vorjahr bereits Probleme mit dem Steuerdrucklager gehabt hatten, geht der erste Blick „in den Keller“: das Lager scheint intakt zu sein, aber die Schraubenwelle hat sich aus der Staubuchse herausgearbeitet und liegt jetzt lose! Obendrein haben wir an einem Betriebsgelände festgemacht, das landseitig am Sonntag versperrt ist, so dass nach telefonischer Rücksprache mit Alexander beschlossen wird, die Reparatur auf den folgenden Tag zu verschieben. So haben wir auf einmal sehr viel Zeit, die der Skipper dazu nutzt, seiner Besatzung die Grundzüge des Skatspiels beizubringen. Immerhin haben wir genügend zu essen und zu trinken an Bord und müssen keinen Mangel leiden!

8. Tag: Die Reparatur dauert insgesamt 4 Stunden und bringt Herrn Franckena aus Sneek und seinen Assistenten gehörig ins Schwitzen. Aber am frühen Nachmittag ist die Minerva wieder fahrtüchtig, und da Alexander sie uns großzügigerweise einen Tag länger überlässt, können wir trotz des Zeitverlustes unseren ursprünglichen Plan weiter verfolgen. Nach einem kurzen Einkaufsstopp in der Innenstadt verlassen wir Groningen in südlicher Richtung, fahren unter zahlreichen Brücken hindurch und legen dann kurz hinter der Stadt im Noord-Willems-Kanaal an.

9. Tag: Wir sind den ganzen Tag nach Süden unterwegs, zunächst auf dem Noord-Willems-Kanaal und dann ab Assen auf der DrentscheHoofdvaart. Unterwegs passieren wir drei Schleusen, die uns insgesamt etwa 10 Meter empor befördern. So werden wir dann auch durch ein Hinweisschild darauf aufmerksam gemacht, dass wir in den DrentscheHooglanden unterwegs sind! Es geht hier sehr beschaulich zu, die Geschwindigkeit ist auf 6 km/h beschränkt und die Brückenwärter machen bereits im 17 Uhr Feierabend. Dafür sind sie aber ausgesprochen freundlich, und wir bekommen an der ersten Schleuse eine wunderschöne Broschüre überreicht, die uns mit den Sehenswürdigkeiten an der Strecke bekannt macht. Insgesamt merkt man deutlich das Bemühen um den Bootstourismus, auch wenn hier noch einiger Nachholbedarf besteht, insbesondere natürlich im Vergleich zu Friesland. Aber die Anzahl der Anlegestellen hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht, auch wir finden ein idyllisches Fleckchen kurz vor Dieverbrug und genießen dank der arbeitnehmerfreundlichen Betriebszeiten einen langen sonnigen Abend.

10. Tag: Bei leider recht trübem Wetter fahren wir weiter nach Süden, durch drei weitere Schleusen wieder „bergab“ und kommen am frühen Nachmittag in Meppel an. Insgesamt ist dieser Abschnitt ab Groningen interessant zu befahren, denn er führt durch ein völlig anderes Stück Niederlande, als man es sonst kennt, aber irgendwie wurde es am Ende auch ein wenig eintönig. So sind wir froh, als wir nach einem Einkaufsbummel in Meppelnunmehr ein wenig flotter auf dem Meppelerdiep vorankommen. Die abendliche Liegeplatzsuche gestaltet sich ausgesprochen schwierig, denn einige auf der Karte eingezeichnete Möglichkeiten existieren gar nicht mehr. Schließlich fahren wir die OverijsselscheVecht ein Stück stromaufwärts und finden dort neben der Autobahnbrücke einen erstaunlich ruhigen Liegeplatz.

11. Tag: Schon mit dem Ablegen müssen wir warten, bis es zwischen zwei kräftigen Schauern kurz aufklart, und auch die Weiterfahrt verläuft im Regen. Da wir Zwolle bei schlechtem Wetter bereits kennen, verzichten wir auf´s Anlegen, fahren durch die Schleuse direkt hinaus auf die Ijssel und auf dieser stromabwärts nach Kampen. Weil die Lebensmittelvorräte mittlerweile bedrohlich schrumpfen, ist ein Anlegen unvermeidlich, im Platzregen aber wenig attraktiv. Zum Glück hat der Wettergott ein Einsehen, denn als wir in den Yachthafen von Ijsselmuiden einlaufen, hört es zu regnen auf, und beim Einkaufen zeigt sich sogar ganz zaghaft die Sonne, so dass wir uns sogar zu einem kurzen Stadtbummel hinreißen lassen. Die Weiterfahrt führt uns durch das idyllische Ganzendiep und das enge Scheepvaartsgat, wo wir für den letzten Abend einen schönen Liegeplatz am Ufer des ZwarteWater finden. Passend zur aktuellen Wetterlage, die im Holländischen als „snertweer“ bezeichnet wird, gibt es den gleichnamigen ebenso schmack- wie nahrhaften Erbseneintopf!

12. Tag: Nach einem letzten Frühstück am gemütlichen Esstisch der Minerva legen wir ab und fahren über den Vollenhovekanal nach Blokzijl. Hier waren wir schon häufiger, und so nutzen wir die Mittagspause vor der Schleuse statt zum Bummeln zum Packen – das Ende des Urlaubs naht! Dann geht es weiter durch die immer wieder wunderschöne Kalenberger Gracht und vorbei an Ossenzijl und Echtenerbrug, über das Tjeukemeer und den PM nach Terherne, wo wir abends anlegen. Rasch sind die meisten Sachen im Auto verstaut, und dann geht es nochmal zum Einkaufen und zum örtlichen Italiener, denn die Küche der Minerva ist bereits sauber geputzt und wir wollen morgen früh zeitig losfahren.

Wieder einmal hatten wir einen wunderschönen Urlaub an Bord der Minerva, der Lust auf das kommende Jahr gemacht hat. Vielen Dank an Alexander für die prompte und kompetente Hilfe bei unserem „Schiffbruch“, wir fühlen uns bei der Firma Wetterwille immer wieder bestens betreut

Pikmeer 1100 „Minerva“
9. – 21. Juni 2014
63 Motorstunden, 235 Liter Diesel

Familie Dr. Boellaard, Herbertingen

Karte Friesland, Niederlande

Yachtcharter Wetterwille
hat ihren Firmensitz in Terherne
“Insel in den Friesischen Seen”

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